FREIWILLIGE FEUERWEHR
IMMENDINGEN

822

Einwohner

31

aktive Stärke

1938

Gründung
 

Führungskräfte

Simon Speck
Abteilungskommandant
 
Maik Wrobel
Stv Kmdt. / Gruppenführer
Norbert Grosser
Stv Kmdt. / Gruppenführer
Daniel Hensler
Stv Kmdt. / Gruppenführer
Helmar Münzer
Gruppenführer
Bernd Knittel
EhrKmdt. / Gruppenführer
 

Fahrzeuge & Einsatzmittel

StLF 10/6
KEF
 

Chronik

Die Freiwillige Feuerwehr Hattingen wurde offiziell am 20.02.1938 gegründet. Ihre Entstehung hat allerdings eine sehr viel längere Geschichte.

Hattingen war vom 13.-15. Jahrhundert eine Vogtei mit den Dörfern Emmingen a.E. und Biesendorf. Allmählich wurden Gemeindevögte durch Bürgermeister mit ihren Bürgerausschüssen abgelöst. In den wenigen Akten, die vorhanden sind, ist zu lesen, dass Hattingen am 17.03.1776 dem Amtsgericht Engen eine längst überfällige Vollzugsmeldung über die Aufstellung einer damals angeordneten Löschmannschaft übergab. Die Vorschrift bestimmte, dass ca. 180 männliche und weibliche Personen für das Feuerwehrlöschwesen einzuteilen sind. Die Namen der gesamten Einteilungen sind in alten Listen noch vorhanden. Einst wurde bereits eine sogenannte –kraft Gesetz- gegründete Löschmannschaft bestimmt. Aus der damals gültigen Verordnung für die Löschmannschaften seien einige Abschnitte zitiert:

 „Wenn es im Dorf selbst brennt, ist die Feuerwehrspritze schnellstens zum Brandplatz zu bringen (sofern eine vorhanden ist). Dazu werden zwei Mann bestimmt. Zum Wasserführen an den Brandplatz werden sechs Mann bestimmt. Zum Wasserschöpfen am Brandort werden zwölf Mann eingeteilt; das Schwellen von Bächen haben vier Mann zu übernehmen.

Zur Löschmannschaft gehören sieben Leiterträger und für Einreißhaken werden zwanzig Mann beordert; zur Steiger- und Rettungsmannschaft fünfzehn Mann. Zur Spritzenmannschaft gehören sechsunddreißig Mann, zum Wassertragen mit Buten auf dem Rücken werden acht Mann eingesetzt. Zur Bewachungsmannschaft des geretteten Inventars werden acht ältere Männer angestellt. Fünfundvierzig Frauenpersonen werden zum Wasserbeischaffen verpflichtet. Zum Pechfackelntragen haben zwei Mann einsatzbereit zu sein, zu Feuerreitern wurden sieben Mann bestellt.

Für auswärtige Brände werden zwei Rotten bestimmt. Diese haben sich mit je fünfundvierzig Mann nach einer gewissen Zeit abzulösen.

Das Heißmachen von Wasser bei einem Brand zur Winterszeit hat Alois Martin in seiner Waschküche zu besorgen. Der Polizeidiener Schmid wird aufgefordert, im Fall eines Brandausbruches in- oder auswärts mit der Trommel Feuersignal zu geben, außerdem ist der Messmer verpflichtet sofort Sturm zu läuten. Dieses Läuten muss vom gewöhnlichen Läuten unterschieden werden können. Bei einem nächtlichen Brandausbruch ist vor jedem Haus eine Laterne mit brennendem Licht auszuhängen oder im Fenster aufzustellen, damit fremde Hilfe besser zum Brandort finden kann. Während des Feuers haben die Nachbarn der Brandstätte ihre Dachluken und Läden zu schließen und einen Wasservorrat auf die Bühne zu bringen. Jeder Bürger hat einen eigenen Wassereimer zu stellen. Niemand von den Rotten oder sonstiger Hilfsmannschaft darf sich ohne die ausdrückliche Erlaubnis der Feuermeister (heute: Gruppenführer) von der Brandstelle entfernen. Sämtliche Rotten haben jährlich mindestens vier Übungen abzuhalten.

Jeder ist verpflichtet bei einem in seiner Wohnung oder anderen dazugehörigen Gebäuden oder Räumen leichteste ausgebrochene Brände der Feuerwehr zu melden. Ansonsten droht Bestrafung!“

Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnungen wurden gem. § 114 des Strafgesetzbuches mit Geldstrafen bis zu 50 Gulden geahndet.

Bereits im Jahre 1700 wurde die Anschaffung von geeigneten Feuerspritzen „dringend“ empfohlen. Die Gemeinde Hattingen, so ist aus vergilbten Akten zu lesen, bestellte ihre erste Feuerwehrspritze 1773 beim Büchsenmacher Rosenlechner in Konstanz. Damals mussten 691 Gulden dafür bezahlt werden. Diese „Neuheit“ wurde auf Rädern von Pferden gezogen. Eine größere Wanne musste mit Löschwasser gefüllt und durch ein zweiarmiges Pumpensystem unter Druck gebracht werden. Am Druckkessel befand sich ein langes, schwenkbares Strahlrohr aus Messing.

Eine Wasserzuführung mittels Schlauch aus Brunnen oder Weihern gab es noch nicht. Heute kann man noch lesen, dass Hattingen 1820 neben natürlichen Wasserzuläufen zu Wehren oder Schwellen schon fünf gemauerte Gemeindebrunnen besaß. Diese hatten eine Tiefe bis zu 10 Meter. 1891 wurden vier neue Gemeindebrunnen erbaut und die alten mit Zementwandungen ausgebessert. Dazu kamen nach und nach ca. achtzehn Privat-Tiefenbrunnen bis zu sieben Metern Tiefe.

Die ersten Unterflurhydranten gab es erst ab 1908, nachdem das Dorf Wasser aus dem ersten neu errichteten Wasserreservoir bekam, welches zuerst vom Pumpwerk im Kriegertal und ab 1964 von der Aichtrachwasserversorgung gespeist wurde. Damals schon waren an 21 Stellen im Dorf Unterflurhydranten installiert. Schon 1907 besaß die Feuerwehr Hattingen einen Schlauchwagen mit Zugdeichsel und zwei Haspeln zum Auslegen längerer Schlauchleitungen. Dieser Schlauchwagen ist heute noch gut erhalten.

In der Zeit um 1930 wurden in der näheren und weiteren Umgebung schon längst freiwillige Feuerwehren gegründet; besonders in Gemeinden, die recht vermögend waren.

In einem Schreiben vom Bezirksamt Engen mit Datum vom 26.11.1932 ist sinngemäß zu lesen, dass die Gemeinde Hattingen eine freiwillige Feuerwehr gründen sollte, nachdem ein ordentliches Reinvermögen vorhanden sei. Später spricht sich auch der damalige Bürgermeister für die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr aus.

Diese Gründung wurde dann auch vier Jahre später vollzogen. Damals wurde eine aktive Mannschaft von 54 Mitgliedern gezählt. Zum Führer der Wehr wurde Franz Lohrer, Küfermeister, bestimmt; zu seinem Stellvertreter Fritz Leiber, Schmiedemeister in Hattingen. Ein Jahr später erhielt die Freiwillige Feuerwehr ihr erstes „Feuerwehrfahrzeug“, einen Leitertransportwagen, welcher für 148,20 Reichsmark angeschafft wurde.

Während des zweiten Weltkrieges wurden immer mehr Männer zum Wehrdienst eingezogen, was dazu führte, dass genau  wie in vielen anderen Gemeinden auch in Hattingen 14 junge Frauen in den Dienst bei der Feuerwehr gerufen wurden. Diese Mädchen wurden zu Löschangriffen wie die Feuerwehrmänner und zu Hilfsdiensten ausgebildet.

Danach, insbesondere während der Besatzungszeit, wurde an die Feuerwehr nicht mehr gedacht. Erst 1948, nachdem Matthias Leiber zum Bürgermeister gewählt wurde, lebte die Feuerwehr sehr langsam wieder auf. Herr Stefan Leiber, langjähriger Gruppenführer der Wehr, wurde kommissarisch mit dem Aufbau einer Feuerwehr beauftragt, nachdem der damalige Kommandant Franz Lohrer sehr krank wurde.

Ein Erfolg war ihm leider nicht beschieden, Das Magazin befand sich in einem desolaten Zustand. Die Besatzungstruppe und Einheimische konnten dort entwenden, was sie gerade brauchten. Ehemalige Feuerwehrangehörige wurden entnazifiziert, sodass niemand mehr Interesse am Feuerwehrdienst hatte.

Am 15.10.1949 wurde dann der älteste Sohn des früheren Kommandanten, Walter Lohrer, zum Kommandanten ernannt. Lohrer baute nach Besuch der Feuerwehrschule in Freiburg die „neue“ Freiwillige Feuerwehr sukzessive aus. Zunächst wurde ein Verwaltungsrat von der Gesamtmannschaft gewählt, bestehend aus dem Kommandanten, seinem Stellvertreter, einem Schriftführer, einem Kassier und einem Mannschaftsvertreter. Darüber hinaus wurde Egon Honold zum Gerätewart bestimmt.

Sehr bald wurden der TS8-Anhänger und eine zweiteilige fahrbare Leiter angeschafft. 1962 erhielt Hattingen die Feuerwehrsirene auf dem Rathausdach. 1963 nahm eine Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Hattingen erstmals an Wettkämpfen in Möhringen teil.

 Die ersten Gruppenführer waren Stefan Leiber, Hermann Lohrer und Paul Seifried.

Am 17.04.1975 nahm die Feuerwehr ihr neues Löschgruppenfahrzeug LF8 in Empfang. Danach war die Voraussetzung für eine leistungsfähige (kleine) Wehr nach heutigem Ausrüstungsstand geschaffen. Von November 1994 bis Januar 2018 wurde die Feuerwehr von Ehrenkommandant Bernhard Knittel geführt. Im April 2008 wurde das LF8 durch ein Staffellöschfahrzeug StLF 10/6 ersetzt und im Jahre 2013 übernahm die Hattinger Feuerwehr das Kleineinsatzfahrzeug KEF der aufgelösten Abteilung Hintschingen. Seit Januar 2018 steht die Abteilung Hattingen unter der Leitung von Kommandant Simon Speck.

 

Kontakt

Abteilungskommandant
Abteilung Hattingen
Simon Speck

eMail

 

Adresse Feuerwehrgerätehaus

Freiwillige Feuerwehr Immendingen
Abteilung Hattingen
Rathausstraße 17
78194 Immendingen Hattingen

Anfahrt auf Google Maps (Externe Seite)


 


 

Aktuelles

Freiwillige Feuerwehr Immendingen
Kommandant Andreas Heitzmann
Schlossplatz 2
78194 Immendingen

Telefon +49 7462 24 278
Mobil +49 173 32 33 289



 

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